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Artikel Tagged ‘Problem’

Fehlercode: 0x80073cf9 in Windows 8 beim installieren von Apps

9. März 2013 Keine Kommentare

Nun sind tatsächlich fast 6 Monate seit meinem letzten Blogeintrag vergangen und habe die Zeitspanne so gar nicht gemerkt. Wie schnell die Zeit doch vergeht. Dass ihr so lange auf einen neuen Artikel auf mich warten musstet tut mir Leid. Es ist in den letzten 6 Monaten aber auch eine Menge passiert (privat und auch im Microsoftumfeld). Ich bin mittlerweile zum Senior Spezialisten für Microsoft-Lösungen bei adidas aufgestiegen. Gleichzeitig habe ich in Nürnberg ein MBA-Studium begonnen. Somit habe ich zumindest eine Entschuldigung meine lange Abwesenheit hier im Blog zu erklären. Aber ich gelobe Besserung. So weit von der privaten Front.

Nun aber zum eigentlichen Thema meines technischen IT-Blogs. In den letzten 6 Monaten hat Microsoft sehr interessante Produkte herausgebracht: Windows 8, Office 2013, Internet Explorer 10, Surface, Windows Phone 8, usw… Weiterhin habe ich mich in ein Newcomer-Unternehmen namens Spotify verliebt (ein legaler Onlinestreaming-Dienst für Musik was ich euch sehr empfehlen kann) und Nokia scheint mit den neuen Windowsphones doch noch die Kurve zu kriegen. Es ist so viel, dass alles in allem ein ganzer Blog zu füllen sein könnte.

Doch halt nicht alles ist neu! Manche Probleme sind doch immer noch die selben und doch auch wieder nicht. Doch seht hier:

Heute widme ich mich einem speziellen Problem, was mich einige Stunden an Arbeit mit meinem neuen Windows 8 gekostet hat. Der neue Windows 8 Marketplace (Store) hat einfach keine Apps installiert. Ich konnte zwar auf installieren klicken, doch installierten diese Apps einfach nicht. Bei einigen Apps kam nach einiger Zeit eine Fehlermeldung mit folgendem Fehlercode: 0x80073cf9. Und dass, obwohl das Windows 8 ganz frisch aufgesetzt war.

Gelöst habe ich es dann folgendermaßen:

  1. Öffne die Konsole (cmd) mit lokalen Administratorrechten
  2. Gebe folgende Befehle in die Konsole ein:
    • net stop wuauserv
    • rename c:\windows\SoftwareDistribution softwaredistribution.old
    • net start wuauserv
  3. Starte den Rechner neu und schau nach, ob du nun Software installieren kannst.

Viele Grüße von Sascha

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Probleme bei Veränderungen von Serienkalendereinträgen durch Delegiertenrechtezugriff

15. August 2012 Keine Kommentare

Ausgangssituation

Ein Benutzer X (z.B. eine Sekretärin) ist für Änderungen von Besprechungen / Terminen für einen anderen Benutzer Y (z.B. ihren Chef) zuständig und es gibt eine Terminserie mit mehreren Teilnehmern. Die Sekretärin macht eine Änderung an einem dieser Meetings der Terminserie und sendet das Update an alle Teilnehmer des Meetings.

Problem

Die meisten Empfänger erhalten das Update, akzeptieren es und alles ist in Ordnung. Bestimmte Empfänger erhalten jedoch eine E-Mail, mit der Meldung: "Diese Besprechung wurde aktualisiert, nachdem der Teilnehmer seine Antwort gesendet hat". Das Meeting wurde für diese Empfänger nicht aktualisiert, es gibt keine neueren E-Mail / Update-Anforderung etc. ..

oder

Einige Empfänger erhalten eine falsche Uhrzeit für das anstehende Meeting.

oder

Einige Empfänger erhalten gar keine aktualisierten Informationen zu der Terminänderung.

Lösung

Der Ersteller (z.B. der Chef) der problematischen Terminserie sollte die Terminserie noch mal löschen und danach neu anlegen. Diese Probleme treten meist dann auf, wenn eine Terminserie seit einigen Monaten bis Jahren im Kalender zur Verfügung steht und bereits einige Sekretärinnen auf diesen Kalender Zugriff hatten.

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Das Hinzufügen eines zweiten Outlook-Profil in “Mail 32bit” funktioniert nicht wie erwartet

14. August 2012 Keine Kommentare

Problem

Ein Benutzer möchte ein zweites Mailkonto hinzufügen und konfiguriert dazu ein zweites Outlook-Profil (Systemsteuerung/Mail 32-bit). Der Fehler kann dabei folgendermaßen nachgestellt werden:

image

1. Man klickt auf Profile anzeigen …
2. Man klickt auf Hinzufügen …

image
3. Man legt einen neuen Profilnamen fest (z. B. “Test”) und klickt danach auf OK:

image
4. Der erwartete Konfigurationsassistent öffnet sich nicht:

image

Das Profil wird stattdessen direkt hinzugefügt.

image

Weiterhin wird das Standard-Exchangekonto automatisch im neuen Mail-Profil hinterlegt. Dies ist ein unerwartetes Verhalten. Einige 3rd Party Programme (z.B. Symantec Enterprise Vault) benötigen nämlich eine klare Trennung zwischen den Mail-Profilen.

Lösung

Dieses verhalten entsteht durch eine bestimmte Konfiguration in der Autodiscoverfunktion zwischen dem Client und dem Exchangeserver. Dies ist nach Microsoft ein erwartetes Verhalten.
 
Wenn ein Benutzer wirklich mehrere Mail-Profile benötigt kann man dies mit einer Änderung folgendes Registrierungsschlüssels in der regedit.exe erreichen. Dort geht man in folgenden Unterschlüssel und ändert den zeroconfigexchange von der 1 auf 0.

HKCU \Software\Microsoft\Office\14.0\Outlook\AutoDiscover

zeroconfigexchange -> 0

Flashvideos funktionieren nicht auf jeder Webseite

19. Mai 2012 Keine Kommentare

Manchmal kann es passieren, dass einige Webseiten, die auf Flash basieren, ihren Inhalt nicht anzeigen. Einige Webseiten können dann Flashvideos anzeigen, andere wiederrum nicht. Eine Deinstallation und eine erneute Installation von Flash bringt einem nicht weiter. Selbst die Nutzung eines Alternativbrowsers (Chrome, Firefox,…) hilft nicht. Doch wie kann man das Problem nun beheben? Flash hat genauso wie der genutzte Browser einen sogenannten Cache, indem alte Webseiten (bzw. alter Flashinhalt) gespeichert wird. Dieser gespeicherte Inhalt verhindert hin und wieder das Abspielen von Flashinhalten. Wie löse ich das Ganze nun?

Erst einmal löscht den Inhalt eures Browsercaches. Im Internet Explorer 9 macht ihr das unter Internetoptionen/Löschen.

BrowserCache

Im Google Chrome oder im Mozilla Firefox funktioniert das analog zum Internet Explorer 9.

Danach müsst ihr alle offenen Browserfenster schließen und geht in Windows 7 in folgenden Unterordner:

C:\Benutzer\<Benutzer>\AppData\Roaming\Macromedia

Dort löscht ihr alle vorhandenen Unterordner (hier z.B. Flash Player):

Macromedia

Nach einem Rechnerneustart sollten dann wieder alle Webseiten mit Flash funktionieren. Smiley

Anmerkung: Der AppData Ordner ist versteckt, diesen müsst ihr entweder einblenden oder gebt AppData einfach im Explorereingabefeld ein.

Systemwiederherstellung deaktiviert bei MDT Image (Bug)

18. Januar 2012 Keine Kommentare

So langsam wird es eng für Windows XP. Weltweit sind die großen Unternehmen dabei auf Windows 7 umzusteigen. Dabei benötigen große Unternehmen jedoch ein angepasstes Windows 7, ein Image, dass auf die Unternehmensbedürfnisse zugeschnitten ist (z.B. ein bereits vorinstallierter Adobe Reader, bestimmte Konfigurationsänderungen usw.). Nur selten wird ein Windows 7 von der Stange genutzt. Um diese maßgeschneiderten Images zu erstellen, hat Microsoft das Microsoft Deployment Toolkit (MDT) entwickelt. Mit MDT kann man die Windows 7 Installation nach seinen eigenen Bedürfnissen anpassen.

Doch was wäre ein Umstieg, wenn es nicht auch einige Bugs gibt die behoben werden wollen. So besitzt das MDT einen nicht unerheblichen Bug. Am Anfang des Deploymentprozesses wird der Computerschutz abgeschaltet um zu verhindern, dass sensible Daten (z.B. Passwörter), die während des Deploymentprozesses benötigt werden, am Ende nicht wieder über die Systemwiederherstellung durch Benutzerinteraktion zurückgeschrieben werden können.

Computerschutz

Anmerkung: Wenn auf folgendem Foto auf der Windowspartition Schutz: “Ein” steht habt ihr das Problem so gut wie nicht. Prüft bitte auch unter Konfigurieren, ob dort ein paar Prozent Speicherplatzbelegung angegeben sind und nicht einfach leer ist.

Leider wurde es verpasst, dass diese Systemwiederherstellung am Ende des Deploymentprozesses wieder aktiviert wird. Dieser Bug soll zwar in der MDT 2010 Update 1 behoben sein, aber was tun, wenn das fehlerhafte Image bereits auf mehreren hundert Rechnern verteilt wurde?

Leider gibt es weder Registrierungsschlüssel, die die Einstellung ändern, Gruppenrichtlinien greifen nicht noch lässt sich das Ganze wirklich gut mit einem Skript steuern, da die benötigten Variablen nur Lesezugriff besitzen. Als Lösung kann ich euch nur folgendes anbieten:

1. Visual Basic Script schreiben und starten *.vbs:

WScript.Echo "Starting VB Script "
strComputer = "."
Set objItem = GetObject("winmgmts:\\.\root\default:SystemRestore")
errResults = objItem.Enable("C:\")
WScript.Echo "Exiting VB Script "
WScript.Quit

2. Batchfile schreiben und starten *.bat:

vssadmin resize ShadowStorage /For=C: /On=C: /Maxsize=5%%

Es gibt bestimmt bessere Lösungen. Aber diese funktioniert zumindest. Ach ja, eine Haftung übernehme ich dafür nicht. Ich hoffe euch hilft das Ganze weiter.

Liebe Grüße

Erfahrungsbericht – Microsoft SharePoint Workspace 2010

30. Dezember 2011 Keine Kommentare

SP_WorkspaceSo kurz vor dem Jahreswechsel habe ich mir gedacht euch ein wenig über den SharePoint Workspace 2010 zu berichten. SharePoint Workspace? Was ist das denn? Es ist ein Teilprodukt der Microsoft Office 2010 Familie (Microsoft Office 2010 Professional Plus) und sollte m. M. in jedem Unternehmen Einzug finden, dass einen SharePoint Server benutzt.

Dazu muss ich euch allerdings erst einmal erklären, was ein SharePoint Server ist: Ein SharePoint Server ist ein Server der es Mitarbeitern ermöglicht über eine SharePoint-Webseite auf seine Unternehmensdaten (Worddokumente, Listen, PDFs, Workflows…) weltweit und plattformunabhängig zuzugreifen. SharePoint 2010 unterstützt somit als Kollaborations-plattform das tagtägliche Business. Als Wissensmanagementsystem macht es ebenfalls einiges her. So weit zur Theorie.

Wenn Mann / Frau allerdings das allererste Mal mit einem SharePoint Server in Berührung kommt, merkt man vor allem eines: Der SharePoint Server ist eines der unübersichtlichsten Microsoftprodukte die ich kenne. Um Einstellungen als Benutzer zu ändern sind teilweise doch recht viele Klicks notwendig. So kann es passieren, dass man zum Löschen einer einzelnen SharePoint-Webseite bis zu fünf Klicks benötigt. Arbeiten zusätzlich hunderte Leute gleichzeitig auf einem Server, kann dies zu zusätzlichen Geschwindigkeitseinbußen auf dem Server (und zur persönlichen Geduldsprobe) kommen. Dies ist ärgerlich, aber vermeidbar.

Und genau da kommt der SharePoint 2010 Workspace ins Spiel. Es ist heutzutage immer noch so, dass (fast) jeder Mitarbeiter einen eigenen Laptop oder PC bekommt. Auf diesem Client sollte dann der Microsoft Office SharePoint 2010 Workspace lokal installiert sein.

Dieses Programm dient als Puffer (oder Mittler) zwischen dem im Internet befindlichen SharePoint Server und dem genutzten Clienten. Wartezeiten gehören somit bei der Bearbeitung von SharePoint-Listen oder Workflows der Vergangenheit an. Man wird schneller in seiner tagtäglichen Arbeit mit dem SharePoint Server und hat z.B. dann noch Zeit für ein Kaffee mit dem Kollegen. Außerdem ist der SharePoint Workspace einfach übersichtlicher Klickorgien gehören der Vergangenheit an.

SP_Workspace2

Doch es ist auch nicht alles Gold was glänzt. Gerade weil das Produkt so neu ist (der Vorgänger war Groove), hat es doch noch so einiges an Konstruktionsfehlern. So kann es passieren, dass Fehlermeldungen erscheinen, die einem am Anfang sehr kryptisch rüberkommen.

Viele Probleme lassen sich auf falsch gesetzte Gruppenrichtlinen (ein Tipp schaut euch die InfoPath GPOs ganz genau an), falsch gesetzte Firewall-Einstellungen oder einfach auf Bugs zurückführen für die Hotfixes angeboten werden. Insbesondere GPO Settings die InfoPath in dessen Funktionalität einschränken, können ganz erhebliche Probleme im SharePoint 2010 Workspace verursachen. Der SharePoint 2010 Workspace arbeitet nämlich in der Kommunikation zwischen Client und Server mit so genannten *.xsn Files. Warum Microsoft keine ordentliche Trennung zwischen InfoPath und SharePoint Workspace vorgenommen hat ist mir persönlich nicht verständlich. Dreckige Implementation lässt grüßen.

Trotz allem ein sehr gutes Produkt mit viel Potential und ein paar Kinderkrankheiten, die aber spätestens zur Erscheinung von Microsoft Office 2012 dann hoffentlich ausgemerzt sein sollten.

Also Leute, wenn ihr einen SharePoint Server bei euch im Unternehmen habt und auch Microsoft Office 2010 Professional Plus euer Eigen nennt: Lasst das Programm nicht brach liegen! Ihr habt dafür Geld bezahlt und es wird euch das Leben erleichtern. Versprochen!

Ansonsten wünsche ich euch einen guten Rutsch ins neue Jahr! Ich werde euch auch im nächsten Jahr mit neuen Artikeln versorgen. Auch das: Versprochen!

Fehlermeldungen bei der Verlinkung von Excel 2010 Zellen zu anderen Office 2010 Applikationen

16. November 2011 Keine Kommentare

Nach dem Kopieren von Excel-Zellen und dem Einfügen über Paste-Special – Paste link – Microsoft Excel Worksheet Object entstehen bei der Verlinkung von Excel-Zellen zu anderen Office-Applikationen Fehlermeldungen (hier in der Anleitung findet ihr leider nur die englischen Fehlermeldungen, aber auch die deutsche Version scheint davon betroffen zu sein). Weder eine Neuinstallation von Office 2010 noch eine Reparatur, noch die aktuellsten Patches von Office 2010 haben geholfen. Betroffen war Office 2010 unter Windows XP. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass auch Office 2007 oder Windows Vista / Windows 7 davon betroffen sein könnten.

Folgende Fehlermeldungen sind beim Einfügen einer Excel Verlinkung aufgetreten:

Word 2010:

Rechtsklick und danach auf Klick “Link and keep source formatting”:

„Word cannot obtain the data for the {00020830-0000-0000-C000-000000000046} link.“

Home/Paste/Paste Special… -> Paste link -> Microsoft Excel Worksheet Object

Word cannot obtain the data For the Excel.Sheet.12 link“

PowerPoint 2010:

Home/Paste/Paste Special… -> Paste link -> Microsoft Excel Worksheet Object

„The server application, source file, or item can’t be found, or returned an unknown error. You may need to reinstall the server application.“

Auch weitere Office Applikationen (neben PowerPoint oder Word) könnten davon betroffen sein. Und es könnt zu weiteren (mir noch nicht bekannten) Fehlermeldungen kommen. Doch eines haben alle gemeinsam: Die Verlinkung zwischen Excel und anderen Office Applikationen funktioniert nicht.

Aber kein Problem ohne Lösung. Nachdem ich bei diesen Fehlern irgendwann selber überfragt war und doch recht viele bei uns im Konzern davon betroffen waren, haben wir ein Supportanfrage an Microsoft übergeben. Und Microsoft wurde fündig:

Nach Aussage von Microsoft nutzt Excel den falschen Registrierungsschlüssel der für die eigentliche Verlinkung zwischen Excel und weiteren Office-Applikationen abgefragt wird. In unserem Fall hat Word z.B. folgenden Key gelesen: 5:02:05.6561654 PM WINWORD.EXE 3252 RegQueryValue HKCR\CLSID\{00000300-0000-0000-C000-000000000046}\AutoConvertTo\(Default) SUCCESS Type: REG_SZ, Length: 78, Data: {73FDDC80-AEA9-101A-98A7-00AA00374959}

Dieser Key weist Word daraufhin die WordPad.exe als OLE Server für den OLE Link zu verwenden. Mehr zum AutoConvertTo Key könnt ihr hier finden: http://msdn.microsoft.com/en-us/library/ms693747(v=VS.85).aspx

Durch das Löschen des des kompletten „AutoConvertTo“-Ordners der sich  unter HKEY_CLASSES_ROOT\CLSID\{00000300-0000-0000-C000-000000000046}\AutoConvertTo befindet sollte das Problem behoben sein. Überprüft bitte ebenfalls auch ob sich der String_Value mit dem Inhalt  ole32.dll HKEY_CLASSES_ROOT\CLSID\{00000300-0000-0000-C000-000000000046}\InprocServer32 in dem Ordner befindet. Leider kann ich euch nicht sagen, wie dieser Schlüssel da reingekommen ist, noch welche Software ihn erstellt hat. Seit also vorsichtig vor dem Löschen dieses Schlüssels und macht euch ein Backup davon (wer es weiß, kann sich gerne an mich wenden).

Windows 7 lässt sich bei Verbindung durch Cisco VPN nicht anpingen

20. August 2011 Keine Kommentare

Es kann auch immer wieder Fehler geben, die auch einen erfahrenen ITler anfänglich zum Wundern bringen. Einige Kollegen berichteten mir, dass sie sich nicht auf Windows 7 Maschinen per Remote einwählen konnten, obwohl den Usern alle Intranetdienste im Netzwerk zur Verfügung standen. Alle Server im Intranet waren von den Clients aus anpingbar; umgekehrt von vorhandenen Intranet-Rechnern auf die per VPN verbundenen Clients, ging dies jedoch nicht. Eine genauere Analyse brachte zu Tage, dass die Windows-Firewall in Verbindung mit dem Cisco VPN der Verursacher war. Seit Windows Vista / Windows 7 gibt es das sogenannte Netzwerkcenter, welches den jeweils verbundenen Netzwerken unterschiedliche Firewallrichtlinen zuweist:

Netzwerkcenter

So sind die Richtlinien für Arbeitsplatz- oder Domänennetzwerke nicht so streng, als wenn man sich im virtuellen Elendsviertel (dem so genannten Internet) befindet (z.B. in einem Hotel oder auf einem Flugplatz), wo das Netzwerk als Öffentliches Netzwerk tituliert wird:

Netzwerkcenter2

Als nun eine Verbindung des Cisco VPNs gestartet wurde, wurde das aufgebaute VPN nicht als Domänennetzwerk erkannt, sondern weiterhin als Öffentliches Netzwerk. Ursache ist das so genannte Windows 7 Network Location Awareness welches mit dem Cisco VPN nicht funktioniert.

So weit so gut, Ursache gefunden, wie sieht nun die Lösung aus?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, dieses Problem zu beheben. Es gibt gute und eher schlechtere Lösungen. Als schlechte Lösung, könnte man entweder die Windows 7 Firewall einfach ausschalten oder alternativ die benötigten Ports im Öffentlichen Netzwerk per GPO freischalten. Da dies entweder ein hohes Sicherheitsrisiko darstellt, oder mit erheblichen Administrationsaufwand verbunden ist, würde ich von diesen Möglichkeiten abraten.

Man könnte, wenn nur Windows 7 Enterprise im Unternehmen benutzt wird, anstatt VPN das so genannte DirectAccess benutzen. Diese Lösung ist sehr elegant, aber sehr schwer in kurzer Zeit in einem Unternehmen umzusetzen. Dies sollte trotz all dessen langfristig in Betracht gezogen werden um die VPN-Technik langfristig abzuschaffen.

Die dritte Lösung ist relativ schnell umsetzbar. Nach Aussage von Cisco Systems wird die NLA Funktionalität des Cisco IPSec-Client leider nicht unterstützt und auch nie unterstützt werden. Das heißt man hat nur noch zwei Möglichkeiten:

Entweder man nutzt die Microsoft-Board-Technologien (was aber nur in einigen Unternehmensinfrastrukturen möglich ist) oder man nutzt einen aktuellen Cisco AnyConnect Client, denn auch ältere AnyConnect Clients leiden ebenfalls unter diesem Bug! Ab Version 3.0.2052 des Cisco AnyConnect Clients sollte der Bug behoben sein. Mit der neuesten Version des Cisco AnyConnect Clients seit ihr auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Wenn euch das geholfen haben sollte, freue ich mich auf ein Danke!

Wie verändere ich möglichst optimal meinen WLAN-Kanal

10. Januar 2011 2 Kommentare

Ein jeder kennt es: Signalabbrüche beim WLAN. Meist lässt sich dies aufgrund alter WLAN-Kartentreiber oder eine alte Firmware auf dem WLAN-Router zurückführen. Hilft auch dies nicht greifen einige Menschen zu drakonischen Maßnahmen. Sie wechseln ihre WLAN-Antennen am Router. Doch aufgepasst, nicht jede WLAN-Antenne ist in Deutschland zugelassen; sobald die Antenne eine bestimmte abgegebene Strahlungsleistung überschreitet kann dies durch die Bundesnetzagentur geahndet werden. Viele Menschen scheren sich jedoch nicht darum und funken trotz dessen schwarz. Hat man so einen Nachbarn, kann dies, wenn man den selben WLAN-Kanal nutzt, zu Ausfällen des WLAN Signals oder sogar kompletten Routerabstürzen führen. Aber auch “bessere” Router können meist   “schlechtere” Router dominieren.

Da bleibt einem meist nichts anderes übrig, als auf dem Router einen neuen, freien Kanal einzustellen. In Deutschland stehen diesbezüglich die Kanäle 1-13 zur Verfügung. Aber aufgepasst: ein Wechsel auf einen neuen Kanal bedeutet nicht zwangsläufig ein besseres Signal. Dies liegt daran, weil die WLAN-Kanäle sich teilweise überlagern.

Kanal1-14

Deshalb hat sich die 5er Regel durchgesetzt. Mindestens (soweit möglich) 5 Kanäle Abstand zu allen anderen WLAN-Kanälen in der Nähe. Ist dies nicht möglich, z.B. weil “WLAN-Wildwuchs” im Mehrparteienhaus herrscht, bleibt euch nur noch die Regel übrig: Möglichst weit weg von den am stärksten funkenden Kanal.

Doch welche Kanäle haben meine Nachbarn? Dazu kann man entweder Drittsoftware wie Netstumbler einsetzten, oder man nutzt das angebotene Windowsboardmittel. Dies ist mithilfe eines Betriebssystem ab Windows XP möglich.

Dazu muss zu erst eine Konsole (cmd) geöffnet werden. Unter Windows XP öffnet man die Konsole über Start/Ausführen und die Eingabe: cmd

Danach gebt ihr in die Konsole: netsh wlan show all ein:

netsh

Es erscheinen alle vom Clienten erreichbaren WLAN-Kanäle mit angegebener Signalstärke und Kanal:

image

Dann müsst ihr nachschauen, wo unter den einzelnen SSIDs (die jeweiligen WLANs), die Signalstärke am größten ist und auf welchem Kanal das jeweilige WLAN funkt. Danach wechselt ihr auf euren Router und stellt auf einen objektiv optimalen Kanal um.

Lösung: Datei kann nicht geöffnet werden da ihr Inhalt Probleme verursacht

4. Januar 2011 8 Kommentare

Man sollte ja denken, das alle mit Microsoft Office Word 2010 *.docx gespeicherten Worddokumente ohne Probleme mit Microsoft Office Word 2007 geöffnet werden können. Diese Woche wurde ich eines besseren belehrt. Als ich meine Diplomarbeit zur Korrektur an Freunde und Bekannte geschickt habe, konnten diese die Arbeit nicht mit Word 2007 geöffnet werden. Auch ein öffnen mit Office for Mac 2008 schlug fehl. Die Fehlerausgabe, die Word 2007 lieferte war ebenfalls mehr als dürftig: “Datei.docx kann nicht geöffnet werden da der Inhalt Probleme verursacht”. Welches Problem es genau war, blieb mir hingegen Office schuldig. Es begann somit bei der 80 Seiten langen Arbeit eine Suche im Heuhaufen. Und ich wurde schließlich fündig. Meine Arbeit ist stark empirisch angelegt und enthielt somit viele aus Excel 2010 übernommene Tabellen und Diagramme. Und genau da lag der Hase im Pfeffer.

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Ich habe einige meiner aus Excel kopierten Diagramme über die Funktion “Ursprüngliche Formatierung beibehalten und Daten verknüpfen” in mein Word 2010 Dokument eingefügt. Dies solltet ihr wenn möglich vermeiden! Nutzt lieber die Funktion “Ursprüngliche Formatierung beibehalten und Arbeitsmappe einbetten”. Dies macht das Worddokument zwar größer aber ihr habt keine Verknüpfungsprobleme zum Excel-Worksheet mehr. Nachdem ich alle meine Tabellen und Diagramme neu eingefügt und die fehlerhaften Diagramme entfernt habe, ging auch wieder das öffnen mit Office 2007.

Bevor ich diese Lösung gefunden habe, habe ich natürlich auch selber erst einmal gegoogelt. Da die Fehlermeldung: “Datei kann nicht geöffnet werden da der Inhalt Probleme verursacht” jedoch leider so nichtssagend ist, kann das Problem natürlich auch andere Ursachen haben (wo ihr dann wieder Google bemühen müsst). Wenn ihr das fehlerhafte *.docx Dokument allerdings ohne Probleme mit Word 2010 öffnen könnt, es sich aber weder mit Word 2007 noch mit Word 2003 öffnen lässt, sollte dieser Lösungsansatz der erste Schritt für euch sein.